• Verlassene Orte – Obergramling: Ein verlasserner Bauernhof im Rundling

    Wenn man vom Klosterstift Tepl zurück Richtung Marienbad fährt und der Straße mit der Nummer 198 folgt, kommt man nach ein paar Kilometern durch den kleinen Ort Obergramling (Horní Kramolín). Das ist ein kleines Dörfchen mit nur sieben oder acht Häusern. Wenn man sich den Ort auf einem Plan oder auf einem Satellitenbild ansieht, fällt einem jedoch die Form auf, in der die ehemaligen Bauernhöfe zueinander angeordnet sind. Diese Form wird Rundling oder Rundplatzdorf genannt und ist eigentlich nicht typisch für das Egerland. Im Tepler Hochland, dem früher zum Stift Tepl gehörende Gebiet, findet man diese Dorfform anscheinend häufiger. Darüber hinaus gibt es über diesen kleinen Ort leider nicht viel…

  • Ein paar Stunden im Kloster – das Stift Tepl

    Ein Stück östlich von Marienbad, dort, wo die Staatsstraße 210 die Staatstraße 198 kreuzt, findet man das Städtchen Klášter Teplá und, auf der anderen Seite der Tepl, das zugehörige Stiftkloster. Dieses Kloster „wurde im 13. Jahrhundert von dem Gaugrafen Hroznata von Ovenec nach einem Gelübde als Ersatz für die Teilnahme an einem Kreuzzug nach Jerusalem gestiftet“ – so schreibt es Wikipedia im oben verlinkten Beitrag. Der Ort und das Kloster lagen ursprünglich an der Grenze des Bayerischen Nordgaus und es gab hier eine Zollstation. Irgendwann im 13. Jahrhundert hat Hroznata dann das Kloster gegründet und damit den Grundstein für eine herrliche Anlage gelegt. Es gibt ein großes Gewächshaus im viktorianischen…

  • Verlassene Orte – Paulusbrunn, oder: im Perlmuttdorf

    Kurz hinter der deutsch-tschechischen Grenze, in der Nähe von Bernau, erstreckt sich nördlich der Straße ein jüngeres Waldgebiet. Es ist gut 70 Jahre alt, dieses Waldstück, und wenn man dort hindurch streift, findet man jede Menge überbleisel der früheren Besiedlung. Besonders auffällig sind die Unmengen an Muschelschalenstücken, die man finden kann. Und ich diesen Stücke fehlen meistens mehrere kreisrunde Teile. Der Ort hieß früher einmal Paulusbrunn (Pavlův Studenec) und war die Heimat von über 1400 Menschen. Heute erinnert nur noch der Friedhof an diese Gemeinde. Der Rest wurde irgendwann 1945 abgerissen und eingeebnet, bis nichts mehr zu sehen war. Brunnen und Keller findet man noch – Löcher im Boden, die…