Ein Stück östlich von Marienbad, dort, wo die Staatsstraße 210 die Staatstraße 198 kreuzt, findet man das Städtchen Klášter Teplá und, auf der anderen Seite der Tepl, das zugehörige Stiftkloster. Dieses Kloster „wurde im 13. Jahrhundert von dem Gaugrafen Hroznata von Ovenec nach einem Gelübde als Ersatz für die Teilnahme an einem Kreuzzug nach Jerusalem gestiftet“ – so schreibt es Wikipedia im oben verlinkten Beitrag. Der Ort und das Kloster lagen ursprünglich an der Grenze des Bayerischen Nordgaus und es gab hier eine Zollstation. Irgendwann im 13. Jahrhundert hat Hroznata dann das Kloster gegründet und damit den Grundstein für eine herrliche Anlage gelegt. Es gibt ein großes Gewächshaus im viktorianischen Stil und viel beeindruckende Gebäude. Dahinter soll sich auch noch eine sehr schöne Parkanlage verstecken, die wir leider nicht angesehen haben. Es gibt einen modernen Golfplatz am und ein Hotel im Kloster. Man kann auch essen gehen oder im Klosterladen etwas einkaufen – wir haben ein großes Glas guten Honig mitgenommen.

Es gibt auch ein Museum im Kloster. Das besondere dort ist eine Sammlung von Mineralien, die Johann Wolfgang von Goethe in den 1820 Jahren in der Umgebung gesammelt hat und die er dem Kloster geschenkt hat. Leider ist sie nicht mehr vollständig, da das Kloster nach dem zweiten Weltkrieg geplündert wurde. Neben der Mineraliensammlung gehört die Bibliothek des Klosters zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten (die wir leider auch nicht gesehen haben, da der Besuch im Kloster nicht wirklich geplant war). Die Klosterbibliothek ist die zweitgrößte der Tschechischen Republik und umfasst über 100.000 Werke. Darunter eine große Anzahl an mittelalterlichen Handschriften und frühe Drucke – die Handschriften werden anscheinend jedoch seit 2008 in Prag aufbewahrt.

Man kann auch an Führungen durch das Kloster teilnehmen oder dort Workshops und Veranstaltungen besuchen – zumindest die Führungen werden auch auf deutsch Angeboten.

 

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