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Kategorie: Lost Place

Verlassene Orte – ein Loch im Berg – von der mittelalterlichen Räuberhöhle zum Geilenberg-Programm

Verlassene Orte – ein Loch im Berg – von der mittelalterlichen Räuberhöhle zum Geilenberg-Programm

Unser guter Freund hat sich ein neues Buch gekauft. Die Bibel der Untertageverlagerungen in der NS-Zeit, den Wichert. Oder in lang: Das „Decknamenverzeichnis deutscher unterirdischer Bauten, Ubootbunker, Ölanlagen, chemischer Anlagen und WIFO-Anlagen des zweiten Weltkrieges“ von Hans Walter Wichert. Beim stöbern in diesem sind wir auf einen kurzen Hinweis gestoßen: Steilwand Egidiberg, Schwandorf/Oberpf. und Geilenberg-Programm. Recht viel mehr stand da nicht. Drei unterirdische Anlagen in direkter Umgebung kannten wir ja schon, aber von etwas in Schwandorf hatten wir noch nichts…

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Verlassene Orte – Von der Gruft zum Friedhof – Neulosimthal (Jedlina)

Verlassene Orte – Von der Gruft zum Friedhof – Neulosimthal (Jedlina)

Nach dem wir wieder aus der Unterwelt zurück gekommen waren, wollten wir weiter Richtung Roßhaupt (Rozvadov) um etwas zu Essen zu kaufen. Allerdings kamen wir erstmal nicht so weit. Wir folgten einfach der Straße und entdeckten zufällig gleich noch etwas: links neben der Straße, zwischen ein paar Weidenwiesen, lag ein ummauertes Grundstück zu dem ein schmaler Weg führte. Wie sich herausstellte war es ein Friedhof, der sich hier so einfach zu verstecken versuchte – der Friedhof von Neulosimthal. Der Friedhof,…

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Verlassene Orte – Schloss und Gruft Waldheim (Zahájí)

Verlassene Orte – Schloss und Gruft Waldheim (Zahájí)

Nachdem schönes Frühlingswetter uns aus der nichtvorhandenen Winterstarre gelockt hat, ging es an diesem herrlichen Sonntag mal wieder Richtung tschechische Nachbarn. Genauer gesagt, war es wieder eine dieser Spontannachrichten, die uns von unseren sehr guten Freunden erreicht hat, und die uns an diesen interessanten Ort geführt hat. Die grobe Wegbeschreibung hatten wir und ein Treffpunkt war vereinbart. Kurz hinter Georgenberg – in Lösselmühle wollten wir uns treffen. Da gibt es einen Wandergrenzübergang, von dem kommt hier mal irgendwann noch ein…

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Verlassene Orte – Plöss (Plöß/Pleš)

Verlassene Orte – Plöss (Plöß/Pleš)

Unser guter Freund meinte, er wüsste mal wieder ein interessantes Fleckchen für uns. Also ging es hinter Eslarn Richtung tschechische Grenze und etwas drüber hinaus. Der erste Halt war bei den Überresten des Örtchens Walddorf (Valdorf) das hier einmal die Heimat für etwa 200 Menschen war. Mehr als ein paar Steine und den Resten von Kellern ist nicht zu finden – lediglich eine Infotafel erinnert an die Schule des Dörfchens. Einen Geocache gibt es hier auch – dank der Wespen…

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Verlassene Orte – Obergramling: Ein verlasserner Bauernhof im Rundling

Verlassene Orte – Obergramling: Ein verlasserner Bauernhof im Rundling

Wenn man vom Klosterstift Tepl zurück Richtung Marienbad fährt und der Straße mit der Nummer 198 folgt, kommt man nach ein paar Kilometern durch den kleinen Ort Obergramling (Horní Kramolín). Das ist ein kleines Dörfchen mit nur sieben oder acht Häusern. Wenn man sich den Ort auf einem Plan oder auf einem Satellitenbild ansieht, fällt einem jedoch die Form auf, in der die ehemaligen Bauernhöfe zueinander angeordnet sind. Diese Form wird Rundling oder Rundplatzdorf genannt und ist eigentlich nicht typisch…

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Verlassene Orte – Paulusbrunn, oder: im Perlmuttdorf

Verlassene Orte – Paulusbrunn, oder: im Perlmuttdorf

Kurz hinter der deutsch-tschechischen Grenze, in der Nähe von Bernau, erstreckt sich nördlich der Straße ein jüngeres Waldgebiet. Es ist gut 70 Jahre alt, dieses Waldstück, und wenn man dort hindurch streift, findet man jede Menge überbleisel der früheren Besiedlung. Besonders auffällig sind die Unmengen an Muschelschalenstücken, die man finden kann. Und ich diesen Stücke fehlen meistens mehrere kreisrunde Teile. Der Ort hieß früher einmal Paulusbrunn (Pavlův Studenec) und war die Heimat von über 1400 Menschen. Heute erinnert nur noch…

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Verlassene Orte: Das Schloss von Oschelin

Verlassene Orte: Das Schloss von Oschelin

Ok, ganz verlassen ist der Ort nicht. Das heutige Ošelín, früher Oschelin, hat noch etwas über 100 Einwohner, aber der ganze Ort ist vom Verfall gekennzeichnet. Besonders jedoch das Schloss, das irgendwann in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts auf den Kellern und Resten eines Vorgängerbaues errichtet wurde. Johann Gottfried Sommer gibt in seinem statistisch-topografischen Werk über das Königreich Böhmen an, dass es von Franz Joachim Freiherr von Schirnding 1786 „ganz neu erbaut worden“ ist.  Der Ort selbst wurde 1379…

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Verlassene Orte – die Anfänge einer NS-Untertage-Verlagerung

Verlassene Orte – die Anfänge einer NS-Untertage-Verlagerung

Als immer deutlicher wurde, dass die Alliierten die Rüstungsindustrie in Deutschland durch Luftangriffe immer mehr schwächen und fast vernichten könnten, haben die Nazis eilig begonnen, die wichtigsten Betriebe unter die Erde zu verlagern. Oft wurden dafür schon bestehende Stollen und Keller ausgebaut und erweitert. So entstanden hunderttausende Quatratmeter Produktionsflächen unter der Erde. Die Arbeiten mussten fast ausschließlich Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge machen – ohne Rücksicht auf deren Leben. Vor ein paar Wochen wollte uns ein sehr, sehr guter Freund etwas zeigen:…

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Ein Hafendeck in der Oberpfalz?!

Ein Hafendeck in der Oberpfalz?!

Bei uns in der Oberpfalz gibt es vieles, womit man nicht rechnen würde, aber ein Hafendeck? Kleine Flusshäfen entlang der Donau, ok. In Regensburg den größeren Binnenhafen auch an der Donau – die ist ja schließlich eine große Wasserstraße und verbindet durch den Rhein-Main-Donau-Kanal die Nordsee mit dem Schwarzen Meer. Aber in der nördlichen Oberpfalz? Hier gibt es zwar tausende von kleinen Weihern, in denen meistens Karpfen gezüchtet werden, und die Naab und ihre vielen kleinen Zubringer durchziehen die Landschaft,…

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Im Land der Steinbrüche

Im Land der Steinbrüche

Ich habe es noch nie so bewusst wahrgenommen, aber der Boden der ganzen nördlichen Oberpfalz ist von Steinbrüchen, Sandgruben und Bergwerken aufgerissen und zernarbt. Im Bereich der Naab und deren Nebenflüße sind es überwiegend Sandgruben. Richtung Westen, bei Hirschau, sind es die rießigen Kaolingruben. Bei Freihung wurde unterirdisch Bleierz abgebaut. Bei Steinfels wurde in Stollen Pegmatit gewonnen – die Nazis haben daraus ihre U-Verlagerung Narwal gemacht. Bei fast jedem Ort gab es Lehmgruben um Ziegel herstellen zu können. Im Bereich…

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