Verlassene Orte – Plöss (Plöß/Pleš)

Unser guter Freund meinte, er wüsste mal wieder ein interessantes Fleckchen für uns. Also ging es hinter Eslarn Richtung tschechische Grenze und etwas drüber hinaus. Der erste Halt war bei den Überresten des Örtchens Walddorf (Valdorf) das hier einmal die Heimat für etwa 200 Menschen war. Mehr als ein paar Steine und den Resten von Kellern ist nicht zu finden – lediglich eine Infotafel erinnert an die Schule des Dörfchens. Einen Geocache gibt es hier auch – dank der Wespen haben wir diesen aber nicht gefunden.

Nachdem ein paar Wespenstiche behandelt waren, ging es weiter nach Plöss (vorbei an ein paar skeptisch schauenden Waldarbeitern). Das Forsthaus ist das einzige alte Gebäude, das noch übrig ist und wird jetzt von der Pension Pleš genutzt. In dieser gibt es wohl auch eine kleine, aber gute Gaststätte. Zumindestens habe ich das jetzt ein paar mal so gelesen. In den letzten Jahren sind dort sogar ein paar neue Wohnhäuser entstanden. Früher lebten und arbeiteten hier über 700 Menschen. Viele davon waren Arbeiter in der Glasherstellung, Waldarbeiter, Bauern oder Viehzüchter. Es gab ein Sägewerk, eine Schule und eine eigene Feuerwehr.

Außer dem Forsthaus und den neuen Gebäuden gibt es noch den alten Friedhof mit den Grundmauern einer der Kirchen zu entdecken. Wir haben an dort geparkt, wo die Straße endet (etwa bei 49.545073, 12.605157)und sind dann ein kleines Stück den Berg hinauf zum Friedhof (49.545736, 12.603049) und der Kirche gelaufen. Entlang des Wegs gibt es im Herbst riesige Kastanien zum einsammeln und immer wieder Bänke um sich auszuruhen – für alle, die nicht so gut zu Fuß sind. Man sieht dort im Wald auch immer wieder Spuren der alten Gebäude, aber nichts deutliches mehr.

Oben angekommen findet man einen schön wiederhergerichteten Friedhof, bei dem aber auch viele Grabsteine zerstört wurden. Die Kirche – Johannes dem Täufer geweiht – ist bis auf die Grundmauer und einen Steinaltar verschwunden. Im ehemaligen Chorraum ist ein sehr alter Grabstein von 1686 im Boden eingelassen. Ein Bruchsteinmauer umschließt den Friedhof, alte Bäume spenden schatten, es ist herrlich still. Eigentlich ist das ein Platz um sich auszuruhen und etwas zu erhohlen. Für die Abenteuerlustigeren gibt es eine kleine, leere Gruft zu entdecken, die unter ein paar lose aufliegenden Betonplatten versteckt ist.

Jetzt Mitte Oktober war es alles recht grau – bis auf das bunte Laub. Aber zum Glück hat es kaum geregnet. Zumindest solange nicht, bis wir schon das meiste gesehen hatten. Kurz vor ein paar Tropfen hat der Himmel noch kurz aufgerissen und die Sonne hat alles in warmes Licht getaucht. Dann zog es schnell zu und es wurde nass von oben, sodass wir schnell zurück zu den Autos sind.

 

Jede Menge Infos und historische Bilder und Karten gibt es wieder hier zu endecken: Verschwundene Orte und Objekte.

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Gardevias
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