Weder ich noch meine bessere Häfte, also wir beide, wir sind eigentlich nicht die typischen Museums-Besucher. Aber manchmal verschlägt es uns doch in so etwas – oder so etwas ähnliches. Bei dem herrlichen Oktoberwetter konnten wir nicht anders – wir mussten einfach noch etwas rauskommen. Und irgendwie hat es sich angeboten, mal etwas anderes zu machen. Also waren wir endlich mal mit Freunden im Oberpfälzer Freilandmuseum in Neusath-Perschen. Das stand schon ewig mal auf der Liste und es hat sich definitiv gelohnt dort hinzufahren.

Das Freilandmuseum ist kein „verstaubter“ Bau, in dem altes oder „schönes“ Zeug von Glasplatten und -kästen geschützt rumsteht. Es ist ein ganzes Dorf, mit Bauernhöfen, mit Backöfen, mit einer Mühle, mit einer Schmiede, mit viel Leben darinnen, mit Plätzen, an denen man sich hinsezten kann und schauen. Es ist was ganz anderes und perfekt für einen Ausflug auch und gerade mit Kindern. Man kann dort das Leben kennenlernen, wie es vor fünfzig, hundert oder zweihundert Jahren hier in der Oberpfalz so war. Alle Häuser in diesem „Museum“ sind echt – sie sind alt und sie sind der entsprechenden Zeit gemäß eingerichtet. Die Häuser wurden in verschiedenen Ortschaften vor dem Abriss gerettet, dort abgebaut und an ihrem jetztigen Platz wieder aufgebaut. Und das ganze Dorf lebt: es gibt viele Veranstaltungen über das Jahr verteilt, in den Ställen und auf den Weiden leben Tiere und die Mitarbeiter und die Besucher füllen das Museum und die Häuser mit ihrer Präsenz.

Wenn man dann so viel Glück mit dem Wetter hat, wie wir, dann kann man hier einen tollen Tag verbringen. Wobei man beachten sollte, dass das Museum eine Winterpause macht und somit nicht immer offen hat.

Für die Geocacher gibt es einen schönen Multi, der einen durch das ganze Museum führt.

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