Der Buchberg bei Schnaittenbach ist, auf den ersten Blick, ein ganz normaler Hügel, wie es sie in der Oberpfalz haufenweise gibt. Wenn man sich aber diesen Hügel dann etwa im Bayerischen Denkmalatlas ansieht, fallen einem zwischen Demenricht und Sitzambuch zwei große Markierungen auf: eine steht zwischen den Namen „Keltenschanze“ und „Buchbergkapelle“ (St. Nepomuk), die andere bei „Schlossberg“. Diese erstere, die Keltenschanze und die Kapelle, kann man sehr schnell erreichen. Man fährt einfach bis zur Buchberghütte, stellt dort das Auto ab, und geht noch ein paar hundert Meter in den Wald. So haben es zumindest wir gemacht. Von der Buchberghütte läuft man erstmal südöstlich bis zur ersten größeren Waldwegkreuzung (dort liegt ein Cache… so als kleiner Tipp). Da biegt man links ab und kommt nach ein paar Metern zu dem Wegweiser, der einem die Wahl zwischen Kapellenweg und Kapellenpfad lässt. Der Pfad, der „rechte Weg“, führt einen direkt durch die Schanzenanlage, während der Kapellenweg nördlich außen entlang führt. Beide Wege enden an der Kapelle.

Ob jetzt die Keltenschanze wirklich eine Keltenschanze, also eine keltische Befestigungsanlage ist, wie es auf der Karte steht und wie es auch die Schilder im Wald ausweisen, ist wohl noch nicht so ganz sicher. Der Denkmalatlas führt die Anlage als „mittelalterlicher Burgstall ‚Schlössl'“. Dafür wirkt es aber viel zu groß, denn die Anlage ist gut über 100 Meter lang und ebenso breit. Die Wall- und Grabenanlage ist auf mindestens drei Seiten noch sehr gut zu sehen. Bei der Kapelle selbst sieht es eher so aus, als wäre da mal eine Motte, ein solcher Burgturm gestanden. Der Platz wäre auch ideal durch seine Lage – man kann das Tal von hier perfekt überblicken – wäre aber schon wieder außerhalb der Wallanlage.

Den Buchberggeist, auf den das Schild hinweißt, das auf dem letzten Bild zu sehen ist, hat Markus Raum einmal gut erwischt -> Buchberggeist.

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