Verlassene Orte – Neuhäusel

Entlang der Grenze zu Tschechien gibt es eine ganze Reihe von verlassenen Orten und Dörfern. Die ehemalige deutsche Bevölkerung, die Sudeten, wurde hier nach 1945 vertrieben. Zurück blieben Häuser, Straßen, Ställe, Brunnen, Keller, Kirchen und Friedhöfe. Teils wurden die Orte von der tschechischen Bevölkerung wieder neu besiedelt. Aber viel Orte blieben einfach leer und sind über die Jahre verfallen – oder wurden absichtlich zerstört. Das einzige, was man davon heute noch sieht, sind die Kirchen und die Friedhöfe. Seit dem Ende des Eisernen Vorhangs haben Nachkommen, Angehörige und Bewohner angefangen, zumindest diese Orte des Andenkens zu bewahren und wieder etwas herzurichten. Vieles ist zwar verloren, einiges aber erzählt noch von der Vergangenheit.

In Neuhäusel – Nove Domky – findet man noch einen dieser alten Friedhöfe und die Kirche. Auch ein paar Häuser werden noch bewohnt, aber das Meiste ist verfallen und von der Natur überdeckt.

Das besondere an diesem Ort: der vor kurzem verstorbene, ehemalige deutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher und sein damaliger tschechoslowakischer Kollege Jiří Dienstbier haben hier am 23. Dezember 1989 symbolisch den Eisernen Vorhang durchschnitten. (Quelle: Wikipedia)

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