• Radweg Etzenricht-Kohlberg

    Einfach Bilder – Am Radweg, oder: wenn der Frühling schon fast vorbei ist

    Zwischen Etzenricht und Weiden gibt es seit Anfang der 90er Jahre einen gut ausgebauten Radweg. Damals waren wir mit der Grund- und Teilhauptschule auf unseren Fahrrädern dabei als dieser eröffnet wurde. Danach hatten ein paar aus unserer Schule gebrochene Knochen. Das 7- oder 8-fach Tandem, auf dem die Lokalprominenz ein Stück auf dem Radweg vorwärts kommen sollte, kam nicht weit – weil es zu eigensinnig war und in der Schülergruppe sanft gestoppt wurde. Also zumindest für die auf dem Wieauchimmer-Tandem war es sicherlich recht sanft, für meine Mitschüler sehr unsanft. Radweg mit Unfall – und weiter? Zwischen Kohlberg und Etzenricht, was die logische Verlängerung ab Etzenricht gewesen wäre, hat es…

  • Verlassene Orte – Von der Gruft zum Friedhof – Neulosimthal (Jedlina)

    Nach dem wir wieder aus der Unterwelt zurück gekommen waren, wollten wir weiter Richtung Roßhaupt (Rozvadov) um etwas zu Essen zu kaufen. Allerdings kamen wir erstmal nicht so weit. Wir folgten einfach der Straße und entdeckten zufällig gleich noch etwas: links neben der Straße, zwischen ein paar Weidenwiesen, lag ein ummauertes Grundstück zu dem ein schmaler Weg führte. Wie sich herausstellte war es ein Friedhof, der sich hier so einfach zu verstecken versuchte – der Friedhof von Neulosimthal. Der Friedhof, auf dem auch die Gebeine aus der Gruft in Waldheim ihre letzte Ruhe gefunden haben. Vom Ort Neulosimthal selbst ist nichts geblieben, außer dem Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten…

  • Verlassene Orte – Schloss und Gruft Waldheim (Zahájí)

    Nachdem schönes Frühlingswetter uns aus der nichtvorhandenen Winterstarre gelockt hat, ging es an diesem herrlichen Sonntag mal wieder Richtung tschechische Nachbarn. Genauer gesagt, war es wieder eine dieser Spontannachrichten, die uns von unseren sehr guten Freunden erreicht hat, und die uns an diesen interessanten Ort geführt hat. Die grobe Wegbeschreibung hatten wir und ein Treffpunkt war vereinbart. Kurz hinter Georgenberg – in Lösselmühle wollten wir uns treffen. Da gibt es einen Wandergrenzübergang, von dem kommt hier mal irgendwann noch ein Bild dazu. Wenige Meter hinter dem Grenzübergang stand dann schon ihr Auto am Wegrand. Auf den ersten Blick war hier nichts ungewöhnliches zu Entdecken: Ein alter Feldweg, ein größerer Weiher,…

  • Einfach Bilder – Raureifzeit Daheim

    ​​In der Rubrik „einfach Bilder“ zeigen wir euch Fotos ohne große Infos und Texte dazu – es geht einfach um schöne Bilder. Natürlich gibt’s Ortsangaben und Zusatzinfos, wie etwa Caches oder Interessantes, aber es gibt keine lange Geschichte oder jede Menge Links dazu. Einfach nur schöne Fotos aus unserem Leben…   Die letzten Tage hatten wir Dauerfrost und viel Nebel. Eine Kombination, die für herrliche verreifte Landschaften sorgt – es ist märchenhaft mystisch da draußen.

  • Auf alten Pfaden…

    Die Oberpfalz liegt ja irgendwie mittendrinen. Und wenn was mittendrinnen liegt, gehen oft viele Straßen und Wege quer durch. So eben auch durch die Oberpfalz und auch durch „Daheim“. Wenn es alte Wegen und Pfade sind, werden diese Routen passenderweise als „Altstraßen“ bezeichnet. „Daheim“ führen die „Goldene Straße“, die „Bernsteinstraße“ und die „Hohe Straße“ direkt am Ort vorbei. Wobei das keine befestigten Wege mit fester Streckenführung waren. Über den Höhenzug von Hirschau herauf zieht sich ein ganzes Bündel an alten Hohlwegen, die alle irgendwie zu den Altstraßen gehören. Wenn eine Strecke zu schlecht, zu nass, zu matschig war, ist man einfach ausgewichen. Die Bernsteinstraße ist die älteste dieser Routen und…

  • Wenn um kurz nach 18 Uhr das Telefon klingelt – die Sonnenuhr-Höhle bei Königstein

    Eigentlich war ein ruhiger Abend geplant – aber dann kam es doch ganz anders. Um kurz nach 18 klingelt  das Telefon: „Peter wir hängen mit dem Auto im Wald fest. Kannst du uns raus ziehen?!?“ – „Wo?“ – „Bei Königstein. Ich schick dir Koordinaten“. Ok, das ist verkürzt dargestellt, aber im Großen und Ganzen stimmts so. Also haben wir das wichtigste zusammengepackt, noch meinen Vater informiert (als Not-Backup) und sind los gezogen. Königstein liegt gut 40 Kilometer von daheim, also waren wir eine Weile unterwegs. Dank Smartphones und GPS war es kein Problem die Festsitztenden im Wald zu finden und das Rausziehen war schnell erledigt. „Wenn ihr schon mal da…

  • Verlassene Orte – Paulusbrunn, oder: im Perlmuttdorf

    Kurz hinter der deutsch-tschechischen Grenze, in der Nähe von Bernau, erstreckt sich nördlich der Straße ein jüngeres Waldgebiet. Es ist gut 70 Jahre alt, dieses Waldstück, und wenn man dort hindurch streift, findet man jede Menge überbleisel der früheren Besiedlung. Besonders auffällig sind die Unmengen an Muschelschalenstücken, die man finden kann. Und ich diesen Stücke fehlen meistens mehrere kreisrunde Teile. Der Ort hieß früher einmal Paulusbrunn (Pavlův Studenec) und war die Heimat von über 1400 Menschen. Heute erinnert nur noch der Friedhof an diese Gemeinde. Der Rest wurde irgendwann 1945 abgerissen und eingeebnet, bis nichts mehr zu sehen war. Brunnen und Keller findet man noch – Löcher im Boden, die…

  • Ein Hafendeck in der Oberpfalz?!

    Bei uns in der Oberpfalz gibt es vieles, womit man nicht rechnen würde, aber ein Hafendeck? Kleine Flusshäfen entlang der Donau, ok. In Regensburg den größeren Binnenhafen auch an der Donau – die ist ja schließlich eine große Wasserstraße und verbindet durch den Rhein-Main-Donau-Kanal die Nordsee mit dem Schwarzen Meer. Aber in der nördlichen Oberpfalz? Hier gibt es zwar tausende von kleinen Weihern, in denen meistens Karpfen gezüchtet werden, und die Naab und ihre vielen kleinen Zubringer durchziehen die Landschaft, aber einen Hafen? Ein Hafendeck? Wenn man bei google danach sucht, kriegt man einige Treffer auf Sylt und halt im Norden und zwei Orte in der Hofer Gegend – Hof?…

  • Ein Steinkreis auf dem Steinhügel – eine keltische Grabanlage

    Ich weiß nicht warum, aber irgendwie heißt es immer wieder, vor dem Mittelalter hätte es bei uns in der Gegend nicht viel gegeben. Dabei ist alles voll mit Zeugnissen von Jahrtausenden an Geschichte. Es gibt Gräberfelder, Wallanlagen, Hügelgräber, Altstraßen, selbst die Orts- und Flurnamen zeigen oft deutlich, was es hier so alles gab. In Amberg werden gerade frühmittelalterliche Schmelzöfen neben keltischen Siedlungsresten ausgegraben und erforscht. Und der Denkmalatlas hält unzählige Bodendenkmäler bereit, die oft genug noch nichtmal erforscht wurden – aber selbst dort ist vieles noch nicht erfasst. Es wäre genial einmal in der Zeit zurückreisen zu können und zu sehen, wie es hier damals aussah. In der Nähe von…

  • Im Land der Steinbrüche

    Ich habe es noch nie so bewusst wahrgenommen, aber der Boden der ganzen nördlichen Oberpfalz ist von Steinbrüchen, Sandgruben und Bergwerken aufgerissen und zernarbt. Im Bereich der Naab und deren Nebenflüße sind es überwiegend Sandgruben. Richtung Westen, bei Hirschau, sind es die rießigen Kaolingruben. Bei Freihung wurde unterirdisch Bleierz abgebaut. Bei Steinfels wurde in Stollen Pegmatit gewonnen – die Nazis haben daraus ihre U-Verlagerung Narwal gemacht. Bei fast jedem Ort gab es Lehmgruben um Ziegel herstellen zu können. Im Bereich von Oberviechtach wurde Gold geschürft, auch in Stollen und Bergwerken – Silber kann man ebenso an einigen Stellen finden. Glimmer wurde genauso abgebaut wie Speckstein. Nicht zu vergessen, das KTB…