Einfach Bilder – Am Radweg, oder: wenn der Frühling schon fast vorbei ist

Zwischen Etzenricht und Weiden gibt es seit Anfang der 90er Jahre einen gut ausgebauten Radweg. Damals waren wir mit der Grund- und Teilhauptschule auf unseren Fahrrädern dabei als dieser eröffnet wurde. Danach hatten ein paar aus unserer Schule gebrochene Knochen. Das 7- oder 8-fach Tandem, auf dem die Lokalprominenz ein Stück auf dem Radweg vorwärts kommen sollte, kam nicht weit – weil es zu eigensinnig war und in der Schülergruppe sanft gestoppt wurde. Also zumindest für die auf dem Wieauchimmer-Tandem war es sicherlich recht sanft, für meine Mitschüler sehr unsanft.

Radweg mit Unfall – und weiter?

Zwischen Kohlberg und Etzenricht, was die logische Verlängerung ab Etzenricht gewesen wäre, hat es bis vor zwei, drei Jahren gedauert bis auch ein Radweg gebaut wurde. Wobei, bis nach Kohlberg reicht der Radweg noch garnicht. In Hannersgrün ist Schluss. Das letzte Stück nach Kohlberg, das durch das Eichelbachtal führen sollte, gibt es bislang noch nicht. Da hat sich der Kohlberger Gemeinderat und ein paar Bauern von den Dörfern außenrum ein „Hirschauer Stückl“ geliefert.

Die Bauern wollten so viel wie möglich für ihre Grundstücke herausschlagen. Die Gemeinde wollte so wenig wie möglich bezahlen.  Die Tricksereien führt jetzt dazu, dass es einen Radweg geben wird für den zwei Brücken über das kleine Bächlein gebaut werden müssen. Und das nur, weil einer seinen Grund nicht hergeben wird. Zwei Brücken auf nicht mal einen Kilometer Strecke, die beide nicht nötig wären, wenn die Leute ehrlich wären – wenn und wäre… Aber, so ist’s halt auf dem Dorf. Und wenigstens gab es bei der Eröffnung keinen Tandem-Unfall, denn da war die Lokalprominenz auf ganz normalen Fahrrädern unterwegs.

Na geht doch!

Wenn man jetzt im Spätfrühling (oder auch sonstwann) den Radweg von Etzenricht nach Kohlberg her fährt, radelt man lange entlang der Staatsstraße 2238 durch den Wald. Die einzige Abwechslung ist da der ständige Verkehr auf der Straße neben einem und der Löwenweiher der dort an der Strecke liegt. Warum der Löwenweiher Löwenweiher heißt? Keine Ahnung, bislang konnte mir das noch keiner sagen und andere Hinweise hab ich auch nicht gefunden. Er heißt auf jeden Fall schon sehr lange so. In alten Akten und Schriften aus dem 19. Jahrhundert steht er schon unter diesem Namen. Nach dem Weiher geht es mit dem Wald weiter – rechts Straße, links Wald – in der Gegenrichtung umgekehrt.

Aus dem Wald kommt man erst kurz vor dem Falkenthal heraus – und da steht man dann erstmal vor einem Hügel. Links oberhalb sieht man einen kleinen Weiher um den herum ein paar Bäume stehen. Dieses Fleckchen ist auch vom Auto aus immer wieder „ganz nett anzusehen“. Wenn man dann den Hügel hoch gefahren ist (für die Radfahrer: ab dem Falkenthal ist das kein reiner Radweg mehr) hat man einen herrlichen Blick über grüne Felder und Wiesen, Waldstücke, über Hannersgrün und Richtung Kohlberg. Schon alleine für dieses Stück, mit diesem Ausblick, lohnt sich diese Radtour. Und für die faulen, wie mich: da kommt man eben auch mit dem Auto hin.

War aktuell von dort nach Kohlberg weiter radeln möchte hat zwei Optionen. In Hannersgrün rechts, auf die Staatsstraße und den Berg hoch, oder in Hannersgrün links. Links gibt’s wieder zwei Optionen: Entweder die nächste geteerte Straße nach rechts rein, bei der Baufirma Heindl vorbei übers „Bagglbergl“, am Christophl-Ranger vorbei und oben bei der alten Grundschule in den Ort. Oder geradeaus durch Hannersgrün durch, im Tal entlang, am „Dreiländereck mit der Hüttenclub-Hütte vorbei, nach Artesgrün. Dort den Berg hoch, den Berg wieder runter und den nächsten Berg nach Kohlberg wieder hoch – und dann wieder bei der alten Grundschule in den Ort rein.

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