Als immer deutlicher wurde, dass die Alliierten die Rüstungsindustrie in Deutschland durch Luftangriffe immer mehr schwächen und fast vernichten könnten, haben die Nazis eilig begonnen, die wichtigsten Betriebe unter die Erde zu verlagern. Oft wurden dafür schon bestehende Stollen und Keller ausgebaut und erweitert. So entstanden hunderttausende Quatratmeter Produktionsflächen unter der Erde. Die Arbeiten mussten fast ausschließlich Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge machen – ohne Rücksicht auf deren Leben.

Vor ein paar Wochen wollte uns ein sehr, sehr guter Freund etwas zeigen: Einen Eingang, der mit Sand fast ganz zugeschüttet war. An einer Stelle, wo er nicht sein sollte, nicht unbemerkt, nicht undokumentiert. Beim Durchkämmen des Geländes fanden wir noch einen zweiten Eingang – versteckt, im Gebüsch, aber auf den ersten Blick offen. Jetzt sind wir dorhin zurück, mit Taschenlampen, Kameras und Klamotten, die auch dreckig werden konnten. Was sie auch wurden…

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