• Raus in den Garten

    Wo kann man etwas über die Anlage und die Gestaltung eines Gartens erfahren? In entsprechenden Kursen, aus Fachbüchern, Internetforen, von Freunden und Bekannten – natürlich. Also meist in Form von Bildern, vielleicht noch Videos, „trockenen“ Texten und Berichten von anderen. Aber wo kann man einen schön und sinnvoll angelegten Garten erleben? Man geht zum Gärtner? Eher weniger – dort ist alles darauf ausgelegt, etwas zu verkaufen. Pflanzen sind in rießigen Mengen vorhanden und meist sind die Mitarbeiter im Stress. Aber wo dann? Man geht in einen Schul- oder Lehrgarten! Wobei hier ein Lehrgarten wohl einfacher zu erreichen ist.) Das sind Gärten die darauf ausgelegt sind uns, zu zeigen und erklären…

  • Verlassene Orte – die Anfänge einer NS-Untertage-Verlagerung

    Als immer deutlicher wurde, dass die Alliierten die Rüstungsindustrie in Deutschland durch Luftangriffe immer mehr schwächen und fast vernichten könnten, haben die Nazis eilig begonnen, die wichtigsten Betriebe unter die Erde zu verlagern. Oft wurden dafür schon bestehende Stollen und Keller ausgebaut und erweitert. So entstanden hunderttausende Quatratmeter Produktionsflächen unter der Erde. Die Arbeiten mussten fast ausschließlich Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge machen – ohne Rücksicht auf deren Leben. Vor ein paar Wochen wollte uns ein sehr, sehr guter Freund etwas zeigen: Einen Eingang, der mit Sand fast ganz zugeschüttet war. An einer Stelle, wo er nicht sein sollte, nicht unbemerkt, nicht undokumentiert. Beim Durchkämmen des Geländes fanden wir noch einen zweiten…

  • Ein Hafendeck in der Oberpfalz?!

    Bei uns in der Oberpfalz gibt es vieles, womit man nicht rechnen würde, aber ein Hafendeck? Kleine Flusshäfen entlang der Donau, ok. In Regensburg den größeren Binnenhafen auch an der Donau – die ist ja schließlich eine große Wasserstraße und verbindet durch den Rhein-Main-Donau-Kanal die Nordsee mit dem Schwarzen Meer. Aber in der nördlichen Oberpfalz? Hier gibt es zwar tausende von kleinen Weihern, in denen meistens Karpfen gezüchtet werden, und die Naab und ihre vielen kleinen Zubringer durchziehen die Landschaft, aber einen Hafen? Ein Hafendeck? Wenn man bei google danach sucht, kriegt man einige Treffer auf Sylt und halt im Norden und zwei Orte in der Hofer Gegend – Hof?…

  • Ein Steinkreis auf dem Steinhügel – eine keltische Grabanlage

    Ich weiß nicht warum, aber irgendwie heißt es immer wieder, vor dem Mittelalter hätte es bei uns in der Gegend nicht viel gegeben. Dabei ist alles voll mit Zeugnissen von Jahrtausenden an Geschichte. Es gibt Gräberfelder, Wallanlagen, Hügelgräber, Altstraßen, selbst die Orts- und Flurnamen zeigen oft deutlich, was es hier so alles gab. In Amberg werden gerade frühmittelalterliche Schmelzöfen neben keltischen Siedlungsresten ausgegraben und erforscht. Und der Denkmalatlas hält unzählige Bodendenkmäler bereit, die oft genug noch nichtmal erforscht wurden – aber selbst dort ist vieles noch nicht erfasst. Es wäre genial einmal in der Zeit zurückreisen zu können und zu sehen, wie es hier damals aussah. In der Nähe von…

  • Im Land der Steinbrüche

    Ich habe es noch nie so bewusst wahrgenommen, aber der Boden der ganzen nördlichen Oberpfalz ist von Steinbrüchen, Sandgruben und Bergwerken aufgerissen und zernarbt. Im Bereich der Naab und deren Nebenflüße sind es überwiegend Sandgruben. Richtung Westen, bei Hirschau, sind es die rießigen Kaolingruben. Bei Freihung wurde unterirdisch Bleierz abgebaut. Bei Steinfels wurde in Stollen Pegmatit gewonnen – die Nazis haben daraus ihre U-Verlagerung Narwal gemacht. Bei fast jedem Ort gab es Lehmgruben um Ziegel herstellen zu können. Im Bereich von Oberviechtach wurde Gold geschürft, auch in Stollen und Bergwerken – Silber kann man ebenso an einigen Stellen finden. Glimmer wurde genauso abgebaut wie Speckstein. Nicht zu vergessen, das KTB…

  • Einmal Geotop, bitte – der Föhrenbühl bei Erbendorf

    Ganz nah bei Erbendorf zieht sich ein interessanter Hügel („Bühl“ heißt nichts anderes als Hügel) durch die Landschaft. Von Weitem sieht er aus wie jeder andere oberpfälzer Hügel ebenfalls: nicht allzu hoch, nicht allzu steil, er schmiegt sich in die Landschaft und ist überwiegend von Nadelbäumen bedeckt – meistens Föhren – vielleicht etwas weniger dicht wachsend. Wenn man das Auto in Grötschenreuth stehen lässt, kann man dieses Geotop von Westen noch Osten überwandern. Ein Waldweg führt langsam den Hügel hoch und auf dem „Kamm“ entlang. Geotop? Jup! Eines der schönsten in Bayern. Das bayerische Umweltministerium zeichnet besondere Ort, Landschaften und „Naturdenkmäler“ als Geotope aus und weißt sie damit oft ebenfalls…

  • Im Naabtal bei Wurz – oder: da, wo die Isländer traben…

    Ich hatte gestern etwas Zeit zu überbrücken, da ich recht früh unterwegs war und der „Schedl-Metzger“ (die Weißwürste sind „saulecker“ – und vieles andere auch) in Wurz noch nicht offen hatte. Also bin ich etwas um Wurz herum unterwegs gewesen und dabei auch direkt ins Naabtal gefahren – war zwar nicht so beabsichtigt, aber wenn der Weg schon dahin führt. Dabei bin ich zufällig auch an einer Pferderennbahn vorbei gekommen – ich wusste nichtmal, dass wir hier in der Gegend sowas haben. Über den Startboxen steht der Name „Lipperthof“ – ein Pferdegestüt und ein Gasthaus in Wurz selbst. Als ich jetzt Infos dazu gesucht habe, stellte sich heraus, dass in…

  • Einfach Bilder – Goldener Frühlingsmorgen in den Naabauen bei Etzenricht

    In der Rubrik „einfach Bilder“ zeigen wir euch Fotos ohne große Infos und Texte dazu – es geht einfach um schöne Bilder. Natürlich gibt’s Ortsangaben und Zusatzinfos, wie etwa Caches oder Interessantes, aber es gibt keine lange Geschichte oder jede Menge Links dazu. Einfach nur schöne Fotos aus unserem Leben… Bei Etzenricht gibt es eine Stelle in den Naabauen, die einen immer wieder mit ganz besonders tollen Lichtstimmungen überrascht – wohl meistens unbemerkt von den hunderten an Autofahrern, die hier jeden Tag vorbeirauschen. Aber ganz besonders wenn die Sonne im Frühjahr und Herbst tief steht und Nebelschleier durchs Tal ziehen, kann man hier wunderbare Ausblicke genießen.

  • Verlassene Orte – Der jüdische Friedhof von Langendörflas

    Langendörflas (Dlouhý Újezd) ist auch eine dieser Gemeinden entlang der Grenze zwischen Bayern und Tschechien, die früher für lange Zeit eine deutschsprachige Bevölkerung hatten. Der Ort selbst wird immernoch bewohnt und gepflegt. Über die Geschichte, den Ursprung und die Entwicklung des Ortes, findet man leider recht wenig Informationen. Er wurde 1361 das erste mal erwähnt und hatte schon immer enge Beziehungen zu Tachau (Tachov), das nur wenige Kilometer entfernt ist. Das interessante an diesem Fleckchen ist die jüdische Gemeinde, die es dort einmal gab. Von etwa 1750 bis 1910 lebte dort eine größere Anzahl an jüdischen Familien. Es gab einen eigenen Tempel und eben auch einen Friedhof, der von 1780…

  • Verlassene Orte – Purschau

    Im Post vom 27. März 2016 zeige ich schon ein paar Bilder aus dem Ort Neuhäusel. Einem der Orte in den ehemals deutsch besiedelten Gebieten in Böhmen, die nach 1945 verlassen und aufgegeben wurden. Purschau (heute Pořejov – gegründet um 1275) ist ein anderer dieser Orte. Wie auch in Neuhäusel ist, außer der Kirche und dem Friedhof, nicht viel geblieben was es zu sehen gibt. Purschau hatte ursprünglich sogar zwei Kirchen: die Bartholomäuskirche und die Wallfahrtskirche St-Anna. Die letztere liegt ein gutes Stück außerhalb des Ortes auf einem Hügel. Dadurch hat sie wahrscheinlich überlebt, denn der Ort selbst, die andere Kirche und auch ein kleines Schloss, das es einmal gab,…