• Wo die Drachen fliegen und die Richter Recht sprachen…

    Wenn man auf der B22 von Altenstadt Richtung Bayreuth hoch fährt, kommt man nach etwa 10 Kilometern an Kirchendemenreuth vorbei – das dann rechts von der Straße liegt. Wenn man kurz nach der Ortsabfahrt allerdings links in einen Feldweg abbiegt, kommt man auf den Gipfel eines Hügels, der Vogelberg heißt. Dort oben, auf etwa 630 Meter Höhe, liegt ein Flugplatz des „Flysports Weiden e.V.“ für Paraglider und Drachenflieger. Die Flieger starten dort mit Flugrichtung Süden von einer Holzrampe – wenn die nicht da sind ist das ein schönes Sonnendeck, von dem man eine geniale Aussicht über die Oberpfalz hat. Man sieht vom Parkstein im Osten bis zum Rauhen Kulm im…

  • Lieblingsplatz mit Ausblick…

    Was braucht man für einen perfekten Sommerabend? Den Menschen, den man(n) liebt, einen Sonnenuntergang und dazu einen schönenen Ausblick – besser geht es kaum. Die lauen Sommersonnenuntergänge sind in diesem Jahr eher rar, aber schöne Ausblicke gibt es bei uns so einige. Einer dieser Ausblicke liegt direkt an einer Bundesstraße – zum Glück gibt’s da einen Parkplatz an der B14 bei Leuchtenberg. Früher war da auf der Straße viel los, aber seit die Autobahn ausgebaut wurde, kann man den Blick auf Leuchtenberg und das Oberpfälzer Hügelland in Ruhe genießen. Leuchtenberg, oder genauer die Burg Leuchtenberg, gehört zu den „Wahrzeichen“ der Oberpfalz. Sie ist die „größte und am besten erhaltene Burgruine…

  • Wenn um kurz nach 18 Uhr das Telefon klingelt – die Sonnenuhr-Höhle bei Königstein

    Eigentlich war ein ruhiger Abend geplant – aber dann kam es doch ganz anders. Um kurz nach 18 klingelt  das Telefon: „Peter wir hängen mit dem Auto im Wald fest. Kannst du uns raus ziehen?!?“ – „Wo?“ – „Bei Königstein. Ich schick dir Koordinaten“. Ok, das ist verkürzt dargestellt, aber im Großen und Ganzen stimmts so. Also haben wir das wichtigste zusammengepackt, noch meinen Vater informiert (als Not-Backup) und sind los gezogen. Königstein liegt gut 40 Kilometer von daheim, also waren wir eine Weile unterwegs. Dank Smartphones und GPS war es kein Problem die Festsitztenden im Wald zu finden und das Rausziehen war schnell erledigt. „Wenn ihr schon mal da…

  • Bei den zwiebelschaligen Wollsäcken – der Burgweiher…

    Anfang Mai hatte ich schon einen Beitrag über die Steinbrüche in unserer Gegend veröffentlicht. Nun waren wir wieder in der Ecke um Floß und Flossenbürg herum unterwegs – und natürlich sind wir dabei auch wieder an/in einem Steinbruch gelandet. Wobei dieser hier schon sehr interessant ist. Besonders wenn man sich etwas für Geologie interessiert. Direkt unterhalb der Burg Flossenbürg, also der Burg der Flosser, findet man den Burg-/Schlossweiher. Dieser ist eben ein ehemaliger Steinbruch, denn hier wurde lange der bekannte Flossenbürger Granit abgebaut. Ein Stückchen weiter wird ja immernoch fleißig die Erde aufgerissen und die Felsen werden abgesprengt und gebrochen. Warum dieser besonders interessant ist? Naja, zum einen ist es…

  • Sonnenuntergang am Felix – den Sommer genießen!

    Oberhalb von Neustadt liegt gut sichtbar das Kloster Sankt Felix, das von ein paar wenigen Franziskaner-Mönchen bewohnt und bewirtschaftet wird. Da es dort öfters Veranstaltungen gibt, Konzerte, Gottesdienste, Andachten, Führungen und Feste, gibt es dort auch einen Parkplatz vor dem Kloster. Durch die Lage „oben am Berg“, hat man einen herrlichen Ausblick über Neustadt, Altenstadt, Weiden und in das westliche Hügelland. Gerade bei Sonnenuntergang und bei Nacht ist es wunderschön dort oben. Wir holen uns oft unten in Neustadt bei einer der drei Eisdielen eine oder mehrere Kugeln Eis und entspannen dort oben etwas. Gerade weil es dort oben so schön ist, wurde der Parkplatz leider auch von vielen Jugendlichen…

  • Verlassene Orte – Obergramling: Ein verlasserner Bauernhof im Rundling

    Wenn man vom Klosterstift Tepl zurück Richtung Marienbad fährt und der Straße mit der Nummer 198 folgt, kommt man nach ein paar Kilometern durch den kleinen Ort Obergramling (Horní Kramolín). Das ist ein kleines Dörfchen mit nur sieben oder acht Häusern. Wenn man sich den Ort auf einem Plan oder auf einem Satellitenbild ansieht, fällt einem jedoch die Form auf, in der die ehemaligen Bauernhöfe zueinander angeordnet sind. Diese Form wird Rundling oder Rundplatzdorf genannt und ist eigentlich nicht typisch für das Egerland. Im Tepler Hochland, dem früher zum Stift Tepl gehörende Gebiet, findet man diese Dorfform anscheinend häufiger. Darüber hinaus gibt es über diesen kleinen Ort leider nicht viel…

  • Ein paar Stunden im Kloster – das Stift Tepl

    Ein Stück östlich von Marienbad, dort, wo die Staatsstraße 210 die Staatstraße 198 kreuzt, findet man das Städtchen Klášter Teplá und, auf der anderen Seite der Tepl, das zugehörige Stiftkloster. Dieses Kloster „wurde im 13. Jahrhundert von dem Gaugrafen Hroznata von Ovenec nach einem Gelübde als Ersatz für die Teilnahme an einem Kreuzzug nach Jerusalem gestiftet“ – so schreibt es Wikipedia im oben verlinkten Beitrag. Der Ort und das Kloster lagen ursprünglich an der Grenze des Bayerischen Nordgaus und es gab hier eine Zollstation. Irgendwann im 13. Jahrhundert hat Hroznata dann das Kloster gegründet und damit den Grundstein für eine herrliche Anlage gelegt. Es gibt ein großes Gewächshaus im viktorianischen…

  • Verlassene Orte – Paulusbrunn, oder: im Perlmuttdorf

    Kurz hinter der deutsch-tschechischen Grenze, in der Nähe von Bernau, erstreckt sich nördlich der Straße ein jüngeres Waldgebiet. Es ist gut 70 Jahre alt, dieses Waldstück, und wenn man dort hindurch streift, findet man jede Menge überbleisel der früheren Besiedlung. Besonders auffällig sind die Unmengen an Muschelschalenstücken, die man finden kann. Und ich diesen Stücke fehlen meistens mehrere kreisrunde Teile. Der Ort hieß früher einmal Paulusbrunn (Pavlův Studenec) und war die Heimat von über 1400 Menschen. Heute erinnert nur noch der Friedhof an diese Gemeinde. Der Rest wurde irgendwann 1945 abgerissen und eingeebnet, bis nichts mehr zu sehen war. Brunnen und Keller findet man noch – Löcher im Boden, die…

  • Verlassene Orte: Das Schloss von Oschelin

    Ok, ganz verlassen ist der Ort nicht. Das heutige Ošelín, früher Oschelin, hat noch etwas über 100 Einwohner, aber der ganze Ort ist vom Verfall gekennzeichnet. Besonders jedoch das Schloss, das irgendwann in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts auf den Kellern und Resten eines Vorgängerbaues errichtet wurde. Johann Gottfried Sommer gibt in seinem statistisch-topografischen Werk über das Königreich Böhmen an, dass es von Franz Joachim Freiherr von Schirnding 1786 „ganz neu erbaut worden“ ist.  Der Ort selbst wurde 1379 erstmal erwähnt – damals war es ein Gut des Ritters Ulrich von Oselin. Das Schloss liegt mitten im Ort, das Rathaus ist direkt daneben (wahrscheinlich auch ein Gebäude, das zum…

  • Einfach Bilder – Endlich mal etwas Sommer…

    In der Rubrik „einfach Bilder“ zeigen wir euch Fotos ohne große Infos und Texte dazu – es geht einfach um schöne Bilder. Natürlich gibt’s Ortsangaben und Zusatzinfos, wie etwa Caches oder Interessantes, aber es gibt keine lange Geschichte oder jede Menge Links dazu. Einfach nur schöne Fotos aus unserem Leben… So kurz und unbeständig wie der letzte Winter war, so ist auch dieser Sommer. Drübe, nass, kalt, kaum mal ein paar wirklich warme und trockene Tage – kein Grund bislang den Mini-Pool aufzubauen. Mal gucken was da noch kommt. Aber zumindest etwas sommerlich war es die letzten Tage. Daher gibt’s auch ein Bild von dem schönen Baum aus der Nähe…